Schule ohne Rassismus

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Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche

SchülerInnen sezten sich für ein soziales, solidarisches und friedliches Miteinander an ihrer Schule und im alltäglichen Umfeld ein. Das Projekt zielt auf ein langfristiges Schülerengagement und einer damit einhergehenden Auseinandersetzung mit Gewalt, Rassismus und Diskriminierung.
Bundesweit tragen 683 Schulen den Titel "Schule ohne Rassismus", in S.-H. sind es zur Zeit 16 (Stand 2/2010). Das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", kurz SOR-SMC, will Kinder und Jugendliche in ihren Kompetenzen stärken, ihnen neue Perspektiven eröffnen und sie in ihrer Haltung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus stärken. Für Schule als Ort des Lernens sind Gelegenheiten wichtig, in denen Kinder und Jugendliche sich ausprobieren und aktiv mit gestalten, sich mit anderen auseinander setzen und Verantwortung übernehmen können. Dabei werden Lernprozesse hinsichtlich eigener Denk- und Handlungsmuster sowie emotionaler und politischer Haltungen in Gang gesetzt. Die SchülerInnen entwickeln interkulturelle Kompetenzen, Demokratiebewusstsein und lernen selbständiges Planen und Umsetzen von Projektideen.

Wie entstand das Projektes "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"?

Die Idee von "Schule Ohne Rassismus" wurde 1988 von SchülerInnen und JugendarbeiterInnen in Belgien entwickelt. Sie wollten praktisch etwas für eine offene Auseinandersetzung mit Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, tun. Das Projekt war so erfolgreich, dass es 1992 als School Zonder Racisme in die Niederlande eingeführt und 1995 von AKTIONCOURAGE in Deutschland initiiert wurde. Die Erweiterung des Titels in "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" soll die aktive Rolle der Beteiligten stärker hervorheben.

Verlauf des Projektes "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage":
Mittels der "Startinfo" erhalten die SchülerInnen die notwendigen Informationen und Formulare zum Start des Projektes. Um den Titel "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" für ihre Schule zu erlangen, müssen sich mindestens 70% aller Schulzugehörigen (SchülerInnen, Lehrkräfte und auch andere Schulbedienstete) durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bekennen. Damit verpflichten sie sich zu einem langfristigen Engagement an ihrer Schule mit Aktionen und Projekten gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus. Die Unterschriftenlisten werden bei der Bundeskoordination eingereicht. Die SchülerInnen suchen sich im Vorfeld eine (prominente) Person, die die Patenschaft über die Schule übernimmt und an der Titelverleihung teilnimmt.
Die Titelverleihung, an der auch die Aktivitäten der Schule gezeigt werden, erfolgt durch die Landeskoordination.

Informationsmaterial:

Noch Fragen?

Quelle: 10 Fragen - 10 Antworten zum Projekt   www.schule-ohne-rassismus.org

Was ist Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage?

Wir sind ein Projekt von und für SchülerInnen, das ihnen die Möglichkeit bietet, das Klima an ihrer Schule aktiv mit zu gestalten, in dem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Wir sind das größte Schulnetzwerk in Deutschland.

Wie wird man eine Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage?
Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sich mindestens 70 % aller Menschen, die an der Schule lernen, lehren und arbeiten mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Was bedeutet der Titel genau?
Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung  für die Gegenwart und Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist ein Teil des Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unserem Umfeld!

Geht es nur um „typisch deutsche“ Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung?
Nein, wir sind davon überzeugt, dass alle Menschen, egal woher sie kommen, in der Lage sind, andere zu diskriminieren. Das gilt für deutsche Jugendliche wie auch für Jugendliche mit arabischen oder türkischen Wurzeln, für Mädchen wie Jungen.

Wo steht ihr politisch?
Wir sind der Meinung, das Anliegen von Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage sollte Aufgabe jedes Demokraten sein. Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien unterstützen das Projekt ebenso wie die Gewerkschaften und Glaubensgemeinschaften.

Ist das Projekt eher was für Gymnasien?
Keineswegs. An unserem Netzwerk nehmen alle Schulen teil. Eine Auflistung aller Schulen findet ihr auf unserer homepage unter der Rubrik SOR-SMC Schulen.

Wo seid ihr am stärksten vertreten? Im Osten oder Westen?
18 Jahre nach der deutschen Einheit gibt es da keinen Unterschied mehr. Wir sind ein gesamtdeutsches Projekt und uns gibt es in allen Bundesländern.

Wo bekomme ich mehr Informationen über das Projekt?
Ihr könnt euch mit Fragen an die Bundeskoordination, an die Landeskoordination in Schleswig-Holstein oder an die Servicestellen vor Ort  wenden.